CO₂ pro Seitenaufruf
Auch genannt: CO₂ Website, CO₂ pro Aufruf, Gramm CO₂ pro Pageview, Carbon per Page
Die Menge an CO₂, die ein einzelner Seitenaufruf verursacht, berechnet aus der übertragenen Datenmenge und der Energieintensität von Netz, Server und Endgerät.
- Kein universell gültiger Grenzwert für einen „guten“ Wert: Methodik und Systemgrenzen beachten
- Haupttreiber sind unter anderem Datenübertragung, Energiebedarf von Rechenzentren und Netzen sowie Endgeräte
- Werte verschiedener Rechner sind nur bei vergleichbarer Methodik sinnvoll vergleichbar
- Schätzbar mit Website Carbon oder CO2.js; Ergebnisse als modellbasierte Näherung kennzeichnen
Warum es zählt
Die Kennzahl kann helfen, den mit einem Seitenaufruf verbundenen Energie- und Emissionsaufwand sichtbar zu machen. Sie unterstützt die Priorisierung von Verbesserungen, sofern Berechnungsmethode und Systemgrenzen offengelegt werden.
Worauf es ankommt
Neben dem Wert pro Aufruf ist das gesamte Nutzungsvolumen relevant. Berechnungen hängen unter anderem vom Strommix, der Datenübertragung, der Auslastung und den zugrunde gelegten Emissionsfaktoren ab. Prozentuale Verbesserungen sollten deshalb nur bei gleicher Methodik verglichen werden.
Beispiel
Ein großes, nicht optimiertes Bild kann die übertragene Datenmenge eines Seitenaufrufs deutlich erhöhen. Eine passend dimensionierte und komprimierte Bilddatei kann Daten reduzieren; ob die visuelle Qualität gleichwertig bleibt, ist am konkreten Motiv und Ausgabegerät zu prüfen.
Häufige Fragen
Einen allgemein anerkannten Grenzwert gibt es nicht. Werte sind nur zusammen mit Berechnungsmethode, Systemgrenzen und Annahmen aussagekräftig.
Als modellbasierte Schätzung beispielsweise mit Website Carbon oder CO2.js. Methode, Datenstand und Systemgrenzen sollten dokumentiert werden.