Green Hosting
Auch genannt: Ökostrom-Hosting, nachhaltiges Webhosting, grünes Hosting
Webhosting, dessen Server nachweislich mit erneuerbarer Energie betrieben oder deren Verbrauch durch zertifizierte Maßnahmen ausgeglichen wird.
- Strombezug, zeitliche und geografische Zuordnung sowie Nachweisform prüfen
- Datenbanken und Prüfprogramme können Orientierung bieten, ersetzen aber keine eigene Prüfung
- Standort und Strommix beeinflussen die Betriebsbilanz
- Energieeffizienz (z. B. PUE) ist relevant, bildet aber nicht allein die Umweltwirkung ab
Warum es zählt
Hosting und Rechenzentren benötigen Energie für den laufenden Betrieb. Energieversorgung und Effizienz beeinflussen daher die Umweltwirkungen digitaler Angebote. Der konkrete Beitrag hängt von Infrastruktur, Auslastung und Nachweisqualität ab.
Worauf es ankommt
Ein grünes Label oder eine allgemeine Werbeaussage reicht als Nachweis nicht aus. Zu prüfen sind unter anderem Strombeschaffung, Herkunfts- und Entwertungsnachweise, Rechenzentrumsstandort, Effizienz und die Reichweite der behaupteten Umweltleistung. Einzelne Zertifikate decken nicht automatisch alle Umweltwirkungen des Hostings ab.
Beispiel
Datenzentren und Hosting-Anbieter legen offen, an welchen Standorten die Server laufen, welche Stromversorgung zugrunde liegt und wie Energieeffizienz gemessen wird. So können Kund:innen die Aussage einordnen, statt sich auf das Wort „grün“ zu verlassen.
Häufige Fragen
Nein. Entscheidend sind konkrete, aktuelle und überprüfbare Angaben zur Energieversorgung und Infrastruktur. Ein Verzeichniseintrag oder Logo allein belegt nicht die gesamte Umweltleistung.
Ein Wechsel kann die Betriebsbilanz verbessern, wenn die neue Infrastruktur nachweislich geringere Umweltwirkungen hat. Die Wirkung hängt vom bisherigen und neuen Setup ab.